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Basis der Gesundheit, auch der Mentalen 3 - Schlafen

Teil 3/3 der Serie des Buches Eat - Move - Sleep von Tom Rath

"Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr (somit) nicht euch selbst gehört?" Bibel, 1. Korinther 6, 19

Quelle: Rath, Tom. EAT MOVE SLEEP, Was uns wirklich gesund macht. München: Wilhelm Goldmann Verlag, 2015.


Schlaf-Erkenntnis Nr. 1: wer länger schläft, schafft mehr

1993 wurde von einem K. Anders Ericsson eine Untersuchung zum Thema „Leistung“ durchgeführt. Seine Ergebnisse zeigten, dass Profis 10’000 h gezielte Praxisübung brauchten um höchste Leistungsträger zu werden. Und dafür auch am meisten geschlafen haben - nämlich im Durchschnitt ca. 8,5 h.


Unsere Seele und Körper brauchen Übung und Erholung um zu lernen und sehr gute Leistung abzuliefern. Spitzenkräfte wie Profisportler, Schauspieler, Musiker, Schachspieler absolvieren konzentrierte Übungseinheiten von max. 90Min und machen dann immer eine Pause. So können sie auch an kommenden Tagen genauso leistungsfähig sein.


Wieviel Pausen und Schlaf gönnen Sie sich? Der Durchschnittsamerikaner kommt unter der Woche auf 6h 51Min Bettruhe pro Nacht. Knapp ein Drittel der Bevölkerung schläft sogar weniger als 6h. Das führt zu messbaren Qualitätseinbussen, Fehler, Unfällen und den damit verbundenen Kosten. Also auch der Chirurg der sie operiert, die Kindergärtnerin Ihrer Kinder und der Flugzeugpilot, der für 200 Menschen verantwortlich ist könnte den Wert des Schlafes unterschätzen.


Aber oft bekommen die vermeintlich wichtigsten Menschen am wenigsten Schlaf. Viele Top-Manager brüsten sich, dass sie mit 4 oder 5h Schlaf bestens auskommen. Dabei ist das Risiko an Burn-out zu erkranken mit dauerhaften Schlafmangel am grössten! Der Körper, unser Gehirn, unsere Seele, kann sich nicht genügen Erholen.


Weiterkommen - Fitter Kopf

Wenn wir schlafen erholt sich unser Gehirn. Es geht alle Ereignisse nochmals durch, sortiert unrelevante aus und markiert die wichtigen für den Langzeitspeicher. Wenn wir Prüfungen haben oder Ereignisse, die besondere Leistung von uns fordern, nützt uns das einmalige gut ausschlafen und Frühstücken nicht so viel. Wir sind dann zwar frisch und munter, doch der Lernstoff muss vorher schon mittels Schlaf gelernt worden sein um eine gute Prüfung zu schreiben. Forschungen haben gezeigt, dass es deshalb so wichtig ist nach intensiven Lernphasen am Tag auch genügend Schlaf zu haben, um so Gelerntes im Langzeitgedächtnis abzuspeichern. Sonst nützt uns das ganze lernen und üben nichts. Guter Schlaf hilft unserer Festplatte alles am richtigen Ort abzuspeichern.


Täglich neu entscheiden

Bei einem Experiment wurden zwei Gruppen für ein Spiel eingespannt, worum es um eine Gewinnstrategie ging. Einer Gruppe wurde die Taktik am Abend erklärt und sie konnten eine Nacht darüber schlafen. Die andere Gruppe erhielt am Morgen die Erklärung und hatte den Tag hindurch die Möglichkeit darüber nachzudenken. Es stellte sich heraus, dass die «darüber schlafenden» Probanden 4x häufiger zu tauglichen Entscheidungen fähig waren, als die anderen. Dieser Schlafeffekt fällt umso deutlicher aus, je schwieriger ein Problem ist. Geben Sie sich also bei komplizierten Entscheidungen die Zeit eine Nacht darüber schlafen zu können. Es lohnt sich!


8h Gesundheit

Bei einer wissenschaftlichen Studie gaben 95% der Teilnehmer an zwischen 7h und 9h Schlaf zu benötigen. Bei einem gezielten Schlaftest kam heraus, dass wirklich nur jeder 40. (2.5%) weniger als 7h benötigt und ebenso viele mehr als 9h und mehr Stunden. Die Langschläfer haben jedoch ebenfalls eine Neigung zu Übergewicht und Depression, ca. 8h(7-9h) sind also das gesündeste Mittelmass. Für jemand der um 6.00 Uhr aufstehen muss heisst dies also plus-minus um 21.00 Uhr Feierabend, um 21.30 Uhr ins Bett, so dass man um 22.00 Uhr sicher schläft.


Gesund bleiben: der beste Erkältungsschutz ist Schlaf

Wissen Sie was besser gegen Erkältungen hilft als die Grippeimpfung vor Grippe? Es ist tatsächlich Schlaf. Es gab ein Experiment indem Personen 14 Tage lang angeben mussten wie gut sie jeweils geschlafen haben. Dann wurden ihnen Schnupfenviren verabreicht. In den darauffolgenden 5 Tagen wurden sie nun beobachtet, ob sie Schnupfen bekamen oder nicht. Das Ergebnis: Bei denjenigen, welche weniger als 7h Schlaf in den Tagen davor hatten, war die Wahrscheinlichkeit sich zu erkälten 3x so hoch wie normal. Warum? Bei Schlaf finden unzählige Regenerations- und Heilungsprozesse statt. Bei Schlafmangel steigt der Blutdruck, Entzündungsvorgänge verstärken sich und macht es Grippeviren einfacher. So steigt auch das Risiko von Gehirnschlägen und Herzkrankheiten.


In kalten Jahreszeiten sollten wir also besonders darauf achten genügend Schlaf zu bekommen. So ist die Wahrscheinlichkeit krank zu werden deutlich geringer.


4. Einschlafen

5. Aufstehen






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