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Selbstcourage

"Demut ist, sich selbst so einzuschätzen, wie es der Wirklichkeit entspricht." Joseph Piper

Das Wort Selbstcourage gibt es laut Duden leider nicht. Ich habe aber kein besseren Ausdruck gefunden, um diese Beherztheit oder Schneid zu beschreiben, den es braucht, um den ungetrübten Blick ins eigene Herz zu wagen. Das Konzept dieser Beratung und Seelsorge ist die Ermutigung zum ungeschminkten Blick in den Spiegel. Sowie den darauffolgenden Einsatz, um für uns Verantwortung zu übernehmen. Selbstcourage meint aber auch die Selbst-Erkennung und Selbst-Annahme der eigenen Stärke, Selbstwirksamkeit und Schönheit.


"Wenn du dich weigerst Verantwortung für deine Niederlagen zu übernehmen, wirst du auch nicht für deine Siege verantwortlich sein." Antoine de Saint-Exupéry

Zu erkennen, nach was Du tief im Herzen wirklich strebst und Dir das einzugestehen, braucht Mut. Selbstcourage ist "Zivilcourage" mit Deiner eigenen Seele, Deinem Herzen. Demut für Dich selbst zu entwickeln, verhilft Dir ein empathischerer Mitmensch mit gesundem Selbstwert zu werden. Deine Seele ist es wert von Dir gehört zu werden!​

Dazu möchte Dich Selbstcourage ermutigen:

  • für Dich selbst Verständnis zu schaffen

  • die eigenen Motive und tieferen Beweggründe beleuchten

  • Problem bei den Wurzeln suchen

  • Lebenslügen entlarven

  • handlungsfähiger werden

"Wir müssen die unglaubliche Kraft erkennen, die in uns allen angelegt ist und die wir solange nicht nutzen können, wie wir uns als Opfer fühlen." Rudolf Dreikurs

 

„Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit.“ 

William Somerset Maugham

 

Mut zur Demut

"Demut besteht nicht darin sich geringer als die anderen zu fühlen, sondern sich von der Anmassung der eigenen Wichtigkeit zu befreien."  Matthieu Richard

Demut, die Ergebenheit, Hingabe oder Opferbereitschaft, meint die Gesinnung eines Dienenden. Ich denke, dass der Mensch, als "ein sich selbst verschenkender", aber auch "ein ohne sich dabei zu verlierender", die gesündeste Haltung einnehmen kann, um seinem Menschsein gerecht zu werden. Wenn wir unsere Einzigartigkeit für die Gemeinschaft, die Partnerschaft, die Ehe, die Familie, den Arbeitsplatz, etc. einsetzen, dienen wir. So erlangen wir auf konstruktive Weise die Sicherheit und Bedeutung, die unsere Seele braucht.

Wenn wir uns minderwertig fühlen, ist unser Mut im Keller. Wir glauben, wir seien nicht gut genug, seien unwichtig und nicht angenommen. Diese "Tiefmütigkeit" kompensieren wir unbewusst mit Hochmütigkeit. Das macht uns aber nicht glücklich, sondern vor allem übermütig und gestresst. Es verzerrt unser Selbstbild gegenüber der Realität. Wir glauben jemand sein zu müssen, der wir nicht sein können.

Der Ausweg von Minderwert und Hochmut ist Demut. Raus aus dem ängstlichen Eigendrehen um uns selbst, wieder hin zur Welt. Ein demütiger Mensch weiss, er ist gut genug. Er muss sich nicht damit beschäftigen wie er auf andere wirkt. Er ist mit Beitragen beschäftigt, was ihm wiederum Selbstwert verschafft. Wir brauchen eine gesunde Selbstdistanz. So müssen wir unseren Wert nicht mehr verdienen wollen. Sei keine Geisel Deines eigenen Prestiges! Habe Mut da auszubrechen, lass Deine Image-Gedanken los. Mach Dir lieber Gedanken um das Gute, das Wahre und das Schöne in der Welt. Wo kannst Du Deine Fähigkeiten einsetzten? Wo wirst Du gebraucht? Komm voll in deine Berufung, das wünsche ich Dir! Es gibt höhere Dinge als wir selbst, die es würdig sind, dass wir uns völlig selbstvergessen dafür einsetzten. Denn das macht uns Menschen wirklich glücklich.